Kreidezähne: viel mehr als ein Schönheitsfehler

Zahnarzt Grevenbroich - MIH Kreidezähne

Immer häufiger kommen Kinder mit so genannten „Kreidezähnen“ in unsere Zahnarztpraxis in Grevenbroich. Dabei handelt es sich um die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (kurz: MIH), einer entwicklungsbedingten Erkrankung der Zahnhartsubstanz der bleibenden Zähne, die mitunter sehr schmerzhaft sein kann. In bestimmten Altersgruppen hat MIH bereits Karies als häufigste Erkrankung überholt – weswegen sie schon als neue Volkskrankheit bezeichnet wird.

Die gelblich-bräunlich beziehungsweise weißlich-cremefarben gefleckten Zähne weisen eine deutlich schlechtere Qualität des Zahnschmelzes auf, was je nach Schweregrad der Erkrankung zu starker Temperatur- und Berührungsempfindlichkeit führt. Oftmals kommt es auch zum Abplatzen der betroffenen Areale kurz nach dem Durchtritt der Zähne in die Mundhöhle.

Ursache, Therapie und Prävention

Über die Ursachen von MIH ist sich die Wissenschaft bisher nicht einig. So sollen Vitamin-D-Mangel, Medikamentenverabreichungen und Erkrankungen während der ersten drei Lebensjahre mögliche Ursachen sein, auch stehen Substanzfreisetzungen aus Kunststoffsaugerflaschen oder Nuckeln im Verdacht.

Die Behandlung hängt vom Verlust der Zahnhartsubstanz ab. Ist dieser sehr stark, reicht eine Füllung nicht aus und eine Teil- oder Vollüberkronung des betroffenen Zahnes lässt sich meist nicht mehr vermeiden.
Aber durch regelmäßige Kontrollbesuche in Abständen von drei bis sechs Monaten lassen sich – je nach Schweregrad der Erkrankung – Zähne gut mit einer Fluoridbehandlung oder mit einer Fissurenversiegelung versorgen. Beides dient auch gesunden Zähnen als optimale Kariesprophylaxe.

Die Zahnärztekammer Nordrhein hat umfangreiche Infos zum Thema MIH im Netz bereitgestellt.

Und natürlich stehen wir für Ihre Fragen jederzeit zur Verfügung – sprechen Sie uns in der Praxis gerne an!

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